"Ich war fix und fertig jeden Tag"

Kata Borac in der Rolle als Stationsassistentin

Interview vom 20. August 2020

Kata Borac aus der Hauswirtschaft kommt ursprünglich aus Kroatien, kennt von dort den Krieg und vergleicht das Corona Virus damit

„Mitte März mit Schließung der Einrichtung war es ein Schock für mich“ erzählt Kata Borac (47), die in der Hauswirtschaft im Theresianum beschäftigt ist. Von zwölf Mitarbeitern der Hauswirtschaft wurden drei auf Covid-19 positiv getestet, zwei weitere Mitarbeiter fehlten.
Somit war die Hauswirtschaft ganz weit weg von einem geregelten Ablauf. Unterstützung gab es durch einige Kollegen aus der Betreuung sowie einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin, die im April ihre Hilfe anbot.
Die Hauswirtschaft war während der Corona Pandemie weitestgehend ohne Leitung. Die eigentliche Leitung in Elternzeit, die stellv. Leitung mit Verdacht auf Covid 19 in häuslicher Quarantäne.
„In Krisenzeiten funktioniere ich ganz gut“, berichtet Frau Borac, die auch den Krieg in Kroatien miterlebt hatte. Insofern hielt sie die Hauswirtschaft auf Kurs und wechselte täglich zwischen den Arbeitsbereichen in der Wäscherei und auf Station. Auch auf der Isolierstation war sie als Stationsassistenz tätig und berichtete von harter Arbeit in der Schutzkleidung, die weiten Wege zum Speisentransport (aufgrund der geänderten Aufzuganlagennutzung) und das zusätzliche Geschirrspülen auf der Isolierstation, da dieses Geschirr nicht zur Großküche zurückgeführt wurde.

Neben diesen Arbeiten waren die Wäscheberge eine Herausforderung. „Normalerweise waschen wir täglich 8 Maschinen Wäsche, das sind ca. 420 kg Wäsche“ Durch die Umzüge der Bewohner auf die Isolierstation oder in ein anderes Zimmer musste die komplette Wäsche vom Bewohner gewaschen und gebügelt werden. Somit hatte die Wäscherei ca. 12 Maschinen Wäsche täglich zu stemmen. Dazu kommen drei zusätzliche Desinfektionsrunden, bei denen die Aufzüge, Handläufe und Türklinge desinfiziert wurden.

„Natürlich mussten auch durch die 21 Umzüge die Zimmer komplett gereinigt und desinfiziert werden“, das bedeutet pro Zimmer ca. eine Stunde Mehrarbeit“ Durch die viele Sprühdesinfektion bekam Borac Probleme mit den Augen.

„Aber die Stimmung im Team war sehr gut, der Zusammenhalt war prima. Wir haben gemeinsam gegessen, was sonst gar nicht erlaubt ist insbesondere in der Wäscherei“. Der Mittagsverpflegung durch den Freistaat Bayern war sie sehr dankbar, denn am Ende eines 11 Stunden Arbeitstages war „ich nur noch fix und fertig. Ich habe hier gegessen, daheim geduscht und dann ins Bett gefallen“.
Borac, die in Kroatien den Bachelor für Finanzen hat, besuchte seit September 2019 die Hauswirtschaftsschule in Fürstenfeldbruck um den Abschluss Fachkraft für Ernährung und Haushaltsführung zu erlangen. Die Schule war in der Zeit ausgesetzt, Hausaufgaben mussten abends noch erledigt werden. „Ich hoffe den Abschluss im nächsten Jahr zu schaffen“.

„Corona wird schon wie eine Grippewelle in 3-4 Wochen vorbei sein“

Helmut Putzlocher als „Umzugshelfer“

Interview vom 20. August 2020

Haustechniker Helmut Putzlocher über den Abbruch seiner Reha Maßnahme, der Arbeitsgruppe mit dem Katastrophenschutz und die Angst vor einer Ansteckung.

„Ich war auf Reha in Bad Wörishofen und die fiel genau in den Ausbruch von Covid-19 und musste dann auch am 20. März abgebrochen werden“. So schade es für ihn war, so wichtig war ihm auch im Theresianum helfen zu können.
„Natürlich hatte ich anfangs Angst“, Angst sich anzustecken oder seine Angehörigen daheim. Putzlocher (61) betreut auch seinen Vater, der in einem anderen Altenheim lebt, das aber von Covid-19 bisher verschont wurde.

Völlig neu für Putzlocher war die Zusammenarbeit mit dem Katastrophenschutz vom Landratsamt Fürstenfeldbruck. Bekannt durch Hochwasserschutz oder Großschadensereignisse hatte „ich zum ersten Mal mit den Leuten zu tun“. Drei Mal war der Katastrophenschutz für 4 Stunden mit je 4 Helfern im Haus und hat unterstützt.
„Die waren sehr kompetent, und vor allem motiviert, als hätten sie das schon öfters gemacht“, resümiert der Hausmeister, der sich auch ehrenamtlich bei der freiwilligen Feuerwehr engagiert.
Gebildet wurde eine Arbeitsgruppe „Umzug“ zwischen den Mitarbeitern  des Katastrophenschutzes (BRK und THW) und den beiden Hausmeistern und zwei Pflegekräften. Die Arbeitsgruppe hatte 21 Bewohner umgezogen in einen anderen Bereich oder auf die Isolierstation, je nach Ergebnis der Untersuchung.
Ein „Umzug“ eines Bewohners hieß: in Vollmontur, also Schutzbrille, Schutzhaube, Schutzkleidung und Schutzhandschuhen zum Bewohner ins Zimmer zu gehen und ihn auf diese Weise zu bitten umzuziehen.
„Was soll das?“ waren noch die harmlosesten Reaktionen der überwiegend demenziell erkrankten Bewohner berichtet Putzlocher. Manche Senioren mussten umziehen, weil das Zimmer für den Isolationsbereich benötigt wurde. Obwohl sich diese Bewohner nicht krank fühlten, musste der Umzug sein. Den gesamten Besitz des Bewohners einzupacken und im neuen Zimmer wieder auszupacken dauert 1-2 Stunden mit 8 Mann, wohlgemerkt.
„Nach einer Stunde bist du in der Schutzkleidung durchgeschwitzt, und überhaupt ist die Schutzkleidung meist sehr eng, die Schutzbrillen laufen innen an und du siehst nichts mehr“. Dankbar war er über die Mittagsverpflegung und die kostenfreien Getränke. Wasser gibt es für Theresianum Mitarbeiter grundsätzlich gratis, aber in der Zeit halfen auch isotonische Getränke den Haushalt im Körper auszugleichen.

Die Abfallentsorgung ist per se Aufgabe der Hausmeister und dabei fiel ihm auch eine deutlich höhere Müllproduktion (ca. ¼ mehr) auf durch die Plastik Schutzkleidung und die Papier Einmalhandtücher.
Besonders schwierig war und ist es bis heute externe Handwerker ins Haus zu bekommen. Während der Phase der positiven Befunde wurden Handwerker und Wartungen zu einem späteren Zeitpunkt geplant, aber „ca. 25 % der Handwerker kamen auch zu nötigen Arbeiten nicht ins Haus“. Die Koordination war unter diesen Umständen sehr schwierig.

Ab Ende August haben sich die Abläufe wieder normalisiert. Die beiden Haustechniker in Vollzeit und ein Hausmeister auf 450 € Basis arbeiten wieder wie vor der Pandemie und Putzlocher freut sich über die erneute Bewilligung seiner Reha Maßnahme von seiner Krankenkasse.
„Diesmal verläuft meine Reha aber positiv“ lacht der Vater zweier erwachsener Kinder.

 

TGE - gTrägergesellschaft mbH für die Einrichtungen der Schwestern vom Göttlichen Erlöser  (Niederbronner Schwestern) X

Gesundheit

St. Theresien-Krankenhaus Nürnberg

Mommsenstrasse 24 90491 Nürnberg

Webseite anzeigen

MVZ St. Theresien Nürnberg

Mommsenstraße 22 90491 Nürnberg

Webseite anzeigen

MVZ Urologie 24 GmbH

Mommsenstraße 22 90491 Nürnberg

Webseite anzeigen

Medical Park St. Theresien

Mommsenstraße 22 90491 Nürnberg

Webseite anzeigen

St. Josefs Krankenhaus Balserische Stiftung

Wilhelmstr. 7 35392 Gießen

Webseite anzeigen

Haus Gießen

Gesundheitszentrum Martinshof Gießen

Liebigstraße 20 35392 Gießen

Website anzeigen

Pflege

Theresianum Alten- und Pflegeheim gemeinnützige GmbH

Kirchstr. 27 82256 Fürstenfeldbruck

Webseite anzeigen

Alten- und Pflegeheim St. Josef

Teichhausstr. 43 64287 Darmstadt

Webseite anzeigen

Alten- und Pflegeheim Maria Frieden

Ebersteinburger Str. 8a 76530 Baden-Baden

Webseite anzeigen

St. Josef - Leben und Wohnen im Alter (Spezial: Wachkoma und Langzeitbeatmete)

Klosterweg 36-38 94130 Obernzell

Webseite anzeigen

Leben und Wohnen im Alter GmbH St. Elisabeth

Marienweg 6 94086 Bad Griesbach

Webseite anzeigen

Kloster St. Barbara Gablitz Pensionisten- und Pflegeheim

Bachgasse 1-2 3003 Gablitz (Österreich)

Webseite anzeigen

FOTO © weinfranz

Marienheim Gablitz Pensionisten- und Pflegeheim

Hauersteigstr. 51 3003 Gablitz (Österreich)

Webseite anzeigen

Bildung

Haus St. Marien gemeinnützige GmbH

Badstraße 88 92318 Neumarkt i.d. Oberpfalz

Webseite anzeigen

Bildungszentrum Kenyongasse - Mater Salvatoris

Kenyongasse 4-12 1070 Wien (Österreich)

Webseite anzeigen

Bildungszentrum Gleiß

Waidhofnerstr. 22 3332 Gleiß-Sonntagberg (Österreich)

Webseite anzeigen

Berufsfachschule für Krankenpflege am St. Theresien-Krankenhaus

Mommsenstraße 24 90491 Nürnberg

Webseite anzeigen

CBG Christliches Bildungszentrum für Gesundheitsberufe in Mittelhessen

Weißenburgring 7 35415 Pohlheim-Garbenteich

Webseite anzeigen

TGE-Akademie im Kloster St. Josef

Wildbad 1 92318 Neumarkt i.d. Oberpfalz

Essenziell

Essenzielle Cookies sind für den Betrieb der Webseite unbedingt erforderlich und können daher nicht deaktiviert werden.

Cookie-Informationen