Demenz Theresianum Alten- und Pflegeheim

Pressemitteilung

Demenz

Vortrag für Angehörige und Interessierte
Alten -und Pflegeheim Theresianum Fürstenfeldburck
rechts Frau Seidl von der Selbsthilfegruppe „Alzheimer Demenz“

Durch die Einführung der Betreuung für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz (SGB XI, §87b) konnte die Betreuung für dementiell erkrankte Bewohner erweitert werden. Die Betreuungskräfte haben ein abwechslungsreiches Programm gestaltet, mit Bewegungsrunden, Kegeln, Lesenachmittagen und Gedächtnistraining.

 Da wir auch Praktikumsstellen für angehende Betreuungskräfte bieten, wächst auch die Zusammenarbeit mit den Weiterbildungsstätten, die Betreuungskräfte ausbilden.

 Unsere Zusammenarbeit mit der Schule IFL ist dabei besonders hervorzuheben. Seit einem Jahr besucht uns alle sechs Wochen eine Klasse für einen so genannten Hospitationstag.

 Dieser Tag dient den Schülern ihr erlerntes Wissen in die Praxis umzusetzen. Für unsere dementiell erkrankten Bewohner sind diese Tage immer ein besonderes Erlebnis. In einer eins zu eins Betreuungssituation wird zusammen Obstsalat zubereitet, Punsch angesetzt und gemeinsam verzehrt oder ein bayrisches Weisswurstessen veranstaltet. Bewegung und Sinnesanregung durch Düfte und Berührungen sind auch feste Bestandteile im Programm.

 Den Nachmittag lassen die Schüler und Bewohner mit einem gemütlichen Kaffeetrinken ausklingen.

 Die Vorbereitung und Durchführung wird von unseren Betreuungskräften organisiert, die die Schüler und Bewohner auch durch den Tag begleiten.

 Für Angehörige von dementiell erkrankten Bewohnern sind die Veränderungen die ihre Angehörigen durch die Demenz erleiden (Unruhe, Sprachstörungen, Aggressivität)  oft nur schwer zu verstehen.

 Auch diesen Bereich möchten wir professionell abdecken.

 Am 10.02.2011 fand ein Vortrag für Angehörige und Interessierte statt, der sich mit dem Krankheitsbild der Demenz und den Umgang mit dementiell erkrankten Menschen befasste. Der Vortrag wurde von Dr. Claudia Greppmair, die auch ehrenamtlich bei uns tätig ist, und Frau Seidl von der Selbsthilfegruppe „Alzheimer Demenz“ gestaltet.

Unser Bestreben ist es das Betreuungsangebot für unsere dementiell erkrankten Bewohner stetig zu erweitern, daher werden für dieses Jahr noch einige Angebote speziell für diese Bewohner stattfinden, z. B. Puppentheater, Picknick im Freien etc.

Zoobesuch

Die demographische Entwicklung zeigt, dass sich die Zahl der Pflegebedürftigen bis 2020 um über 50% erhöhen wird. Von den derzeit ca. 1 Million Menschen, die dementiell erkrankt sind, werden ca.  400 000 vollstationäre Versorgung benötigen. Nachdem sich auch die Wahrscheinlichkeit im hohen Alter an Demenz zu erkranken signifikant erhöht, wird die Nachfrage nach Einrichtungen für diese Zielgruppe beträchtlich steigen. Das Ziel ist eine qualitativ hochwertige Betreuung demenzerkrankter Menschen.

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) definiert das Krankheitsbild der Demenz wie folgt:

  • Abnahme des Gedächtnisses und der Denkfähigkeit. Beträchtliche Beeinträchtigung der Aktivitäten des täglichen Lebens
  • Beeinträchtigung bei Merkfähigkeit und Kurzzeitgedächtnisses
  •  Dauer der genannten Störung für mindestens 6 Monate

 

Bekannte Demenzformen sind z. B. Alzheimer Demenz, Multi – Infarkt – Demenz, daneben gibt es auch Demenzformen die durch Krankheitssymptome hervorgerufen werden, z. B. Exikose, Mangelernährung oder Herz – Kreislauf – Erkrankungen. Diese Form der Demenz ist bei Behebung der Symptome meist rückläufig.

Auch im Theresianum nimmt die Zahl der an Demenz erkrankten Bewohner kontinuierlich zu. Neben der grundpflegerischen Versorgung, die sich an die Biographie der Betroffenen orientiert, ist es auch überaus wichtig die soziale Betreuung für dementiell Erkrankte spezifisch auszurichten.

Einen demenzkranken Menschen zu betreuen bedeutet, mit ihm und seinen Besonderheiten zu leben, den Alltag entsprechend zu gestalten. Ziel einer ganzheitlichen Betreuung ist es, dem Bewohner die Teilnahme am Leben der Gemeinschaft sowie am allgemeinen Leben entsprechend seinen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Ressourcen zu ermöglichen.

Um auch die Fachlichkeit in unserer Einrichtung zu fördern, werden regelmäßig Schulungen für alle Mitarbeiter zu Thema „ Demenz und Umgang mit dementiell Erkrankten“ angeboten.

Ferner werden derzeit fünf Mitarbeiter zur gerontopsychiatrischen Fachkraft ausgebildet. Im Zuge dieser Ausbildung muss jeder Teilnehmer ein Projekt ausarbeiten und durchführen.

Frau Andrea Weiss, eine der Teilnehmerinnen der Weiterbildungsmaßnahme zur gerontopsychiatrischen Fachkraft nahm sich als Projekt vor, einen Ausflug mit schwerst dementiell erkrankten Bewohnern zu organisieren. Sowohl die Geschäftsführung als auch die Mitarbeiter waren hellauf begeistert von dieser Idee. Es wurden Vorschläge gesammelt und Ausflugsziele besichtigt. Nach zwei Wochen stand fest, der Ausflug sollte in den Augsburger Zoo stattfinden, da dieser zoologische Garten am übersichtlichsten war und auch viele heimische Tierarten beherbergt.

Am 30.09.2010 war es dann soweit. Um 13.00 Uhr ging es los! Mit 12 Bewohnern und 10 Begleitpersonen fuhren wir nach Augsburg. Nach einer Stunde Fahrt begann der Rundgang bei den Löwen und Orang Utahns, vorbei an Pferden, Zebras, Berggeissen und heimischen Seevögeln. Das Highlight war jedoch der Streichelzoo. Dort waren nach anfänglichem Zögern alle Bewohner bei den Ziegen versammelt und streichelten die Tiere.

Nachdem auch die Kleintiere wie Kaninchen, Hamster und Mäuse betrachtet wurden, brauchten wir alle eine Stärkung. Bei Apfelstrudel und Kaffee saßen wir gemütlich beisammen. Der Rückweg ging dann am Elefantenhaus und den Robben vorbei.

Um 18.00 Uhr waren wir dann glücklich und erschöpft wieder zu Hause.

Da dieses Projekt sehr gut geglückt ist, wird der Ausflug mit diesem Bewohnerklientel in unseren Betreuungsplan aufgenommen und nun regelmäßig durchgeführt.

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