Helfer auf vier Pfoten Theresianum Alten- und Pflegeheim

Pressemitteilung

Helfer auf vier Pfoten

Hündin „Mia“ ist das „Buzzerle“ im Altenheim
Im Theresianum Fürstenfeldbruck sorgen Tiere für mehr Lebensfreude

Hundedame „Mia“ ist ein gern gesehener Gast im Alten- und Pflegeheim Theresianum in Fürstenfeldbruck: Eigentlich heißt sie „Mia-Li“ (schwedisch für „kleine Mia“) ist zwei Jahre alt und ein Malteser-Havaneser-Shih-Tzu. Diese Edelmixhunde zeichnen sich durch einen gutmütigen Charakter, Geselligkeit und Intelligenz aus. Mit ihrer Besitzerin Sabine Arnold, Lehrerin für Deutsch, Ethik und Geschichte am benachbarten Graf-Rasso-Gymnasium, besucht Mia alle zwei Wochen die Bewohnerinnen und Bewohner zur Einzeltherapie.
„Tiere öffnen Türen“, weiß Pflegedienstleiterin Daniela Wilhelm. „Wenn Menschen verstummen, in eigene Welten versinken und kein Weg mehr zu ihnen führt, sind Tiere oft der passende Schlüssel. Im Theresianum haben wir sehr gute Erfahrungen mit der tiergestützten Therapie gemacht.“

So freut sich die 88jährige Hildegard Huber jedes Mal auf „Mia“: „Ich hatte früher selbst zwei Katzen, eine davon – „Mausi“ – zog auch mit mir ins Altenheim ein.“ Tierhaltung ist im Theresianum generell erlaubt, solange der Bewohner in der Lage ist, das Haustier selbst zu versorgen. Er hat auch selbst dafür Sorge zu tragen, dass das Haustier regelmäßig geimpft und entwurmt wird. Nachdem Hildegard Huber dies nicht mehr selbst erledigen konnte, fand sich für „Mausi“ im vergangenen Jahr ein neues Zuhause. Nun ist die Tierliebhaberin froh, wenn „Mia“ für Abwechslung sorgt. „Buzzerle“ nennt die rüstige Seniorin liebevoll die Hündin, die sich gerne streicheln lässt.

Tiere bieten Menschen nicht nur Zuneigung und Begleitung, sondern sie motivieren Jung wie Alt zu mehr Lebensfreude. Beim Streicheln wird das Bedürfnis nach Körperkontakt und Zärtlichkeit erfüllt. Tiere beurteilen nicht nach Äußerlichkeiten und fragen nicht nach Behinderungen und körperlichen oder geistigen Krankheiten. Ein Tier nimmt nur die ehrlichen Gefühle eines Menschen wahr. Sie leben den Moment. Daher wirken sie besonders wohltuend auf an Demenz erkrankte Bewohnerinnen und Bewohner.

Für den Einsatz im Altenheim musste „Mia“ ein Gesundheitszeugnis erwerben und eine spezielle Eignungsprüfung beim Verein „Streichelbande e.V.“ in München durchlaufen. „Therapiehunde sollten eigentlich älter sein“, so die Vereinsvorsitzende Christiane Vidacovich, „aber „Mia“ ist ein Juwel, ein absoluter „Kümmerhund“ und konnte so bereits im jungen Hundealter eingesetzt werden.“ Vor über acht Jahren hatte eine kleine Gruppe von privaten Hundebesitzern damit begonnen, Menschen in Altersheimen zu besuchen. Im Dezember 2005 gründeten sie den gemeinnützigen Verein "Die Streichelbande e. V.", der inzwischen 180 Mitglieder zählt. Diese absolvieren dreihundert Besuche im Monat in Senioren-, Behinderten- und Kindereinrichtungen sowie in Schulen und Kindergärten. Die Vereinsvorsitzende ist bei jedem ersten Hundebesuch vor Ort dabei und kümmert sich um regelmäßige Treffen der Mitglieder sowie Fortbildungen für Hunde als auch Hundebesitzer.

Über die „Streichelbande e.V.“ besucht das Theresianum auch noch „Fiesta“, eine neunjährige Mischlingshündin mit Besitzerin Edith Ahl. Alle zwei Wochen sind sie Teil der Gruppentherapie für demenziell erkrankte Bewohner.

www.streichelbande.de

Ehrenamtliche im Theresianum:

Je nach Erfahrung, nach eigenen Wünschen und Neigungen unterstützen rund vierzig Ehrenamtliche die Pflegerinnen und Pfleger im Theresianum. Sie helfen bei der Betreuung von dementen Bewohnerinnen, bieten Beschäftigungsmöglichkeiten an, begleiten die Seniorinnen und Senioren allein oder in der Gruppe oder leisten ihren Dienst in der Cafeteria. Die meisten schon mehrere Jahre lang. „Für uns und unsere Bewohner ist die Arbeit unserer Ehrenamtlichen ein unschätzbares Gut. Deshalb sind wir auch immer auf der Suche nach motivierten Menschen, die bereit sind, sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich zu engagieren“, so Oberin Sr. Ehrengardis Schuberth. Als kleines Dankeschön für den geleisteten Dienst werden die ehrenamtlichen Mitarbeiter zu allen Festen eingeladen, außerdem zu zwei zusätzlichen Treffen innerhalb der Gruppe und je nach Thema auch zu innerbetrieblichen Fortbildungen.

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