Hoch die Gläser Theresianum Alten- und Pflegeheim

Pressemitteilung

Hoch die Gläser

Rüstige Bewohner vom Theresianum erkunden die Quellen des Lebens

Auf einen historischen Streifzug begaben sich 21 BewohnerInnen mit Betreuungspersonal beim diesjährigen Sommerausflug. Das Backsteingemäuer des Hochbehälters Gelbenholzen war das Ziel des halbtages Ausfluges – dieser hat etwas Mystisches und ist für Viele auch geheimnisvoll. An die Bauzeit 1898 vom 1. Brucker Brunnen erinnerten sich die Besucher nicht mehr, wohl aber an die Bauzeit des derzeit aktuellen Hochbehälter aus dem Jahr 1978, der besichtigt wurde. Von den Stadtwerken FFB führte Abteilungsleiter Christian Wiegner und Wassermeister Sebastian Rother die Besucher in den Sprirallleitwandbehälter in Betonbauweise. „Dieser Hochbehälter ist auch heute noch eine der zentralen Einrichtungen für die ganze Wasserversorgung der Stadt“, erläutert Hr. Rother. Der Hochbehälter erhält 8.000 Kubikmeter Wasser – das entspricht der Tagesration von Fürstenfeldbruck. Von außen etwas unscheinbar, im Inneren überrascht der Hochbehälter mit kühlen Temperaturen und strahlend blauen Wasser in 2 Kammern. Die Besucher zeigten sich mächtig beeindruckt, keiner hatte eine konkrete Vorstellung von einem Hochbehälter und den knapp 3 Millionen Kubikmetern Jahresfördermenge der Stadtwerke FFB.

Die Idee für das Motto „Wasser“ zum Ausflug kam aufgrund der Trinkwasserumstellung auf Fürstenfeldbrucker Wasser im März 2013. Die Beleuchtung des Trinkwassers von verschiedenen Seiten und der „Blick zurück auf die Wasserversorgung von gestern“ war der Wunsch.

Jährlich werden im Theresianum ca. 13.ooo m³ Wasser verbraucht, seit März ca. 300 Liter täglich für die Getränkeversorgung – also reines Trinkwasser. (Vergleich: Verbrauch Säfte: 65 l pro Tag im ganzen Haus, Kaffee / Tee: 45 -50 L pro Tag im Haus) Das Brucker Wasser wird mittels 7 im Haus verteilten Wasserspendern zur Verfügung gestellt. Wahlweise ist stilles, gekühltes oder gekühltes mit Kohlensäure versetztes Wasser möglich. „Der große Vorteil ist der Rückverkeimungsschutz sowie die bequeme Entnahme der Wassersorte und deren Positionierung“ meint Küchenleitung Giovanni Forster. Ein Liter frisches Trinkwasser kostet so ca. 10 Cent.

Vor der Umstellung gabs Mineralwasser vom Handel, aber der Aufwand des Flaschentransportes, der Lagerhaltung und nicht zu letzt die Trinkwasseranaylse des Brucker Wassers gab den letzten Ausschlag zum Wechsel.

„Gerade bei Senioren wirkt sich Calcium positiv auf die Stabilität von Knochen und Zähnen aus und beugt Osteoporose vor“ sagt Pflegedienstleitung Daniela Wilhelm. Und das Brucker Wasser hat hervorragendes Calcium Werte. Ob´s am Calcium liegt können Frau Hilde Heese und Frau Rak (beide Bewohnerinnen, Alter muss leider Hr. Seefried nachliefern) nicht bestätigen, aber das Wasser schmeckt schlicht und einfach! Frau Heese trinkt seit jeher viel Wasser und immer mit Kohlesäure versetzt und wird auch täglich vom Pflegepersonal und ihren Angehörigen zum Trinken ermutigt.

Nach der Führung im Hochbehälter gab es noch eine Wasserverkostung, fast direkt an der Quelle (die Quelle ist im Rothschwaiger Forst, das Wasser wird nach Gelbenholzen quer durch FFB gepumpt)

Zu dieser Wasserverkostung erhielten alle Besucher ein Wasserglas der Wasserwerke geschenkt. Hr. Seefried bedankte sich bei den Herren Rother und Wiegner gleichfalls mit einem kleinen Geschenk.

Wasser – unser Lebensexil: Rund ein Liter steckt in dem, was wir täglich essen. Obst und Gemüse liefern besonders viel Flüssigkeit. Damit die Wasserbilanz im Körper jedoch stimmt, muss ein Senior noch 1,5 – 2 Liter zusätzlich trinken. Am besten sollte die Aufnahme über den Tag verteilt geschehen, da der Körper das Wasser nicht langfristig speichern kann. Nur so kann akuten Flüssigkeitsdefiziten vorgebeugt werden. „Die Bewohner werden regelrecht zum Trinken animiert“ erklärt Oberin Sr. Ehrengardis. Das Trinkwasser wird in Wasserflaschen zur Verfügung gestellt, während der Gruppenstunden als auch im Zimmer. Insbesondere bei Gruppenaktivitäten wird oftmals „Ein Prosit“ gesungen. Bei bettlägerigen Bewohnern werden sogenannte „Flüssigkeitsprotokolle“ geführt, um die Flüssigkeitszufuhr zu überprüfen.

Nicht zu letzt ist der Umweltschutz hinsichtlich Wassereinsparung auch im Theresinaum mit 150 stationären Plätzen ein wesentliches Thema. Durch die Regenwassernutzung für die Toilettenspülung im Neubau und Gartenbewässerung werden pro Tag ca. 7.000 Liter Trinkwasser eingespart. Sparduschköpfe, Perlatoren usw. entsprechen den Stand der Technik und selbst die alten Wasserleitungen im Altbau werden noch im diesen Jahr durch Edelstahlrohre ersetzt, die dann nahtlos an die Guss-Rohre der Stadt FFB anschließen.

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