Wenn Kräuter die Sinne wecken Theresianum Alten- und Pflegeheim

Pressemitteilung

Wenn Kräuter die Sinne wecken

Basale Stimulation im Pflegeheim

Fürstenfeldbruck, den 27. Mai 2010:

16 qm Erde bepflanzt mit 290 Stauden wie Zitronenmelisse, Thymian, Rosmarin, Werrmut, Schafgarbe, Majoran, Pfefferminze und diversen Beeren sind der Abschluss der Gartengestaltungsmaßnahmen im Alten- und Pflegeheim Theresianum.
Bereits 2009 wurde der Bau eines Hochbeetes von der Heimleitung auf Wunsch der Bewohner bei der Gartenbaufirma in Auftrag gegeben.
Im Mai war es dann endlich soweit und die Bewohnerinnen und Bewohner, die körperlich noch mobil sind, konnten bei der Bepflanzung des Hochbeetes mit Küchen- und Gartenkräutern helfen und hatten bei schönstem Wetter sichtliche Freude.
Die Frage nach der Pflege des Hochbeetes war schnell geklärt. Eine langjährige Bewohnerin erklärte sich bereit das Wässern und Jäten zu übernehmen. Diese Bewohnerin hatte bereits viele Jahre zuvor die Außenanlagen liebevoll gestaltet.

Allein der Anblick der Pflanzen, aber auch ihr Duft und die Möglichkeit, sie in die Hand zu nehmen, sie zu spüren und zu ertasten, vielleicht sogar zu schmecken, regt die Sinne der Menschen an. „Das schwört sofort Erinnerungen herauf“, beobachtet Heimleiter Armin Seefried, „das Gedächtnis beginnt zu arbeiten, die Wahrnehmungen werden geschärft, die Neugier geweckt und erhaltene Ressourcen gefördert. Das alles steigert das Lebensgefühl unserer Bewohner.“

„Basale Stimulation“ heißt diese Form der Therapie in Fachkreisen. Dabei sollen bei Patienten, deren Wahrnehmung reduziert ist, alle Sinne aktiviert und an vergangenes Wissen angeknüpft werden. „Bei älteren Menschen lässt die Wahrnehmungsfähigkeit schon aufgrund physischer Gegebenheiten oft drastisch nach“ so die Experten. Gerade bettlägrige Patienten können sich selbst irgendwann nicht mehr spüren, die Körpergrenzen verschwimmen“. Wird der Mensch aber mit Dingen konfrontiert, die er nicht nur sehen, sondern auch fühlen, richten, schmecken kann und die ihn an seinen frühere Alltag erinnern, aktiviert das sein Langzeitgedächtnis, das gerade bei Demenzkranken besser funktioniert als das Kurzzeitgedächtnis.
Ein schöneres, erfüllteres Leben also – erreichbar mit ganz banalen Mitteln wie eine Handvoll Kräuter oder auch ein paar duftende Tannenzapfen.

Nach dem Umbau und Erweiterungsbau des Alten- und Pflegeheims Theresianum war das Hochbeet eine der letzten Gartengestaltungsmaßnahmen auf der Hauptfläche. Auf geschützten Terassenplätzen reicht der Blick nun über viel Gün, geschwungene Wege zum Teich mit Goldfischen, Enten, und seit 2 Wochen einem Frosch (!) zum Hochbeet.
Der Gartenanteil an der Westseite des Hauses zur Wohnanlage an den Amperauen wird nach Abschluss der Bauarbeiten thematisch bepflanzt.

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